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GT, der 12.01.2018
Carsharing hilft nicht nur beim Arztbesuch
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Carsharing Sitzung im Café des Dorfladen in Bremke
Gleichen. Finja Mieth ist derzeit viel im Landkreis Göttingen unterwegs. Die Projektmanagerin wirbt für das Carsharing-Projekt „Unser Dorf fährt elektrisch“, das vom Landkreis Göttingen ins Leben gerufen wurde. Am Donnerstag war Mieth im Dorfladen in Bremke zu Gast, wo sich einige interessierte Dorfbewohner eingefunden hatten, um sich das Projekt erläutern zu lassen. Unter den Besuchern war auch die Ortsbürgermeisterin Karin Jürgens (parteilos). „Das Projekt ist nicht nur für unser Dorf, sondern auch für den Dorfladen interessant“, sagte sie.

Das Prinzip des Carsharing-Projektes „Unser Dorf fährt elektrisch“ ist einfach und speziell auf die Bedürfnisse von Dörfern zugeschnitten. Dorfbewohner finden sich dabei zusammen und kaufen oder leasen ein Elektroauto. Dafür zahlt der Landkreis Zuschüsse.

„Carsharing bietet uns zahlreiche Vorteile“, betonte Jürgens. Ältere Dorfbewohner könnten das Auto für Arztbesuche in Göttingen nutzen, das spare die Kosten für ein Taxi oder den Bus. Auch für einen kurzen Einkauf in der Stadt Göttingen stünde das Elektroauto zur Verfügung. Zudem könnte der Dorfladen vom Carsharing profitieren, um Lebensmittel zu den Haushalten zu transportieren. Dies würde gleichzeitig für eine bessere Ausnutzung des Elektroautos sorgen.

Doch nicht jedes Dorf kann mit Zuschüssen vom Landkreis rechnen. Deshalb ist der Wettbewerb ins Leben gerufen worden. Teilnahmeberechtigt sind Dörfer mit maximal 3500 Einwohnern aus den Landkreisen Göttingen und Northeim. Alle teilnehmenden Orte müssen Aktionsgruppen bilden, die aus Vereinen, Privatpersonen, politischen Gremien, Verwaltungsmitarbeitern, Gewerbetreibenden und anderen Zusammenschlüssen bestehen können.

Die drei besten Dörfer aus den drei Regionen Osterode, Göttingen und Northeim erhalten über zwei Jahre eine Beteiligung an den Leasingkosten in Höhe von insgesamt 7500 Euro für die Fahrzeuge. Jeweils drei Dörfer je Region können zudem eine Ladestation im Wert von jeweils 12000 Euro gewinnen. Finanziert wird das Projekt über das Leader-Programm, mit dem die Europäische Union den ländlichen Raum fördere.

„Wir wollen die besten Konzepte fördern“, erklärte Mieth. Dabei seien der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. Man könne das gemeinschaftlich genutzte elektrische „Dorfauto“ mit gewerblichen, öffentlichen oder gemeinnützigen Nutzungen kombinieren. Mieth stellte jedoch weitere Förderungen in Aussicht. „Wir möchten auch, dass andere gute Konzepte, die nicht gewinnen konnten, zustande kommen“, so Mieth. Dafür wolle man sich der Landkreis für weitere Fördermittel stark machen.

Die Bremker Ortsbürgermeisterin Jürgens will nun den Bewerbungsantrag an den Landkreis versenden. Aber es sollen sich noch mehr interessierte Dorfbewohner zusammenfinden, die sich ein Elektroauto miteinander teilen wollen. Wenn das getan ist, habe man ein halbes Jahr Zeit, ein Konzept zu entwickeln. Eine weitere Informationsveranstaltung zu dem Thema ist am 8. Februar um 19.30 Uhr im Café des Dorfladens in Bremke geplant.

„Viele Teilnehmer müssen für das Carsharing nicht zusammenkommen“, betonte Mieth. In anderen Dörfern wie Schönstadt in Hessen funktioniere das Projekt bereits gut mit rund 20 aktiven Nutzern pro Auto. Dabei nutzen lediglich fünf Mitglieder das Auto zu 80 Prozent. Der Fahrpreis beträgt 3,20 Euro pro Stunde, Kilometer sind frei. Nachts beträgt der Fahrpreis ein Euro pro Stunde. Die jährlichen Kosten betragen für Einzelpersonen 60 Euro für Familien, 80 Euro bis fünf Personen. Am Montag, 9. April, will der Landkreis alle beteiligten Dörfer zu einem Treffen einladen. „Dabei können sich die Dörfer kennenlernen und miteinander vernetzen“, erklärte Mieth. Zudem sollen bereits gemachte Erfahrungen ausgetauscht und offene Fragen beantwortet werden.

Von Bernrad Marks
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