5:28 Uhr - 19.07.2018

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GT, der 19.06.2018
Die Geschichte vom braven Knappen Hurkut
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Premiere des Theaterprojektes Hurkut ist mein Name auf der Waldbühne Bremke. Quelle: Peter Heller
Das Wetter passte: Die Sonne schien und es war nicht zu heiß. Die Zuschauer, die die mittleren Reihen und damit die besten Plätze der Ränge der Waldbühne füllten, fanden perfekte Bedingungen für einen gelungenen Freiluft-Theaternachmittag vor. Was auf den ersten Blick irritierte: Die ägyptische Kulisse auf der Bühne. „Die gehört natürlich zur Zauberflöte, dem Stück, das in dieser Saison sonntags hier gezeigt wird”, erklärt Horst Fädrich, Vorsitzender des Vereins Waldbühne Bremke.
Szene aus Hurkut ist mein Name Quelle: Peter Heller

Nachdem das Stück erst einmal begonnen hatte, irritierte die Dekoration nicht mehr. Denn auf der Bühne ging es um Ritter, den jungen Knappen Hurkut und natürlich die Liebe. Das besondere an diesem Heimatstück: Es wurde von dem 17-jährigen Elias Heintz inszeniert. Etwa zehn textfeste Laienschauspieler brachten seine Version der Sage, die in der Gemeinde Gleichen spielt, auf die Bühne.

Die Geschichte von Hurkut

Die Unterhaltung einer älteren, strickenden Dame und eines Teenagers bildeten den Rahmen für die Handlung. Die wiederum drehte sich um den gutherzigen Knappen Hurkut, der sich in Irmentraut verliebt. Hurkut steht bei einem Ritter in der Schuld, aber eigentlich auf der Seite eines anderen. Die Geschichte spielt zur Zeit Heinrichs des Löwen und seines Zeitgenossen Bruno von Gelliehausen. Die Schauspieler allerdings waren modern gekleidet, Hurkut trat barfuß, in weiten Leinenhosen und T-Shirt auf, einige andere Schauspielerinnen in schwarzen Leggins und Shirts.
Szene aus Hurkut ist mein Name Quelle: Peter Heller

In der ursprünglichen Hurkut-Sage geht es um den Eremiten Hurkut, der in einer Burg aufgewachsen ist. Diese und eine weitere Burg standen angeblich auf den Gleichen, zwei Hügeln in der Gemeinde Gleichen. Zwischen den Besitzern der beiden Burgen herrschte große Feindschaft. Der Hurkut wurde der Legende nach jedoch von einem Bewohner der verfeindeten Burg gerettet. Trotzdem befahl der Burgherr ihm, dem Hurkut, ebendiesem Bewohner etwas anzutun. Diese ihm befohlene Freveltat wollte der Hurkut aber nicht ausführen. Darum fristete er sein Leben fortan in einer Höhle im Reinhäuser Forst, dem späteren Hurkutstein in der Nähe der heutigen Waldbühne.

Projekt entsteht im vergangenen Jahr

Heintz startete seine moderne Interpretation „Hurkut ist mein Name” im vergangenen Jahr. Der Schüler des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums suchte damals zunächst weitere Menschen, die Lust haben, sich daran zu beteiligen. Heintz hatte zuvor bereits am Felix-Klein-Gymnasium die Theater-AG geleitet und mehrere Improvisationsprojekte auf die Beine gestellt. Seit seinem 13. Lebensjahr hat er in unterschiedlichen Jugendclubs Theater gespielt. Sein Vater ist in der Gemeinde Gleichen ebenfalls in unterschiedlichen Kulturprojekten engagiert. Das Textbuch für das Stück entstand mithilfe von Nicola Bongard.

Unterstützt wird das Projekt vom Verein für Heimat und Region, Kultur und Tourismus, genannt Hurkutverein. Deren Vorsitzende, Ursula Köwing, begrüßte am Sonnabend auch die Gäste. Sie dankte auch Maja Müller-Bula, die als professionelle Schauspielerin dem Proben zur Seite stand, und der Gemeindeverwaltung für ihre Unterstützung. Mit dem Stück will Heintz nach eigenen Angaben den Besuchern näher bringen, was die Gemeinde Gleichen zu bieten hat und was es mit der Hurkut-Sage auf sich hat. Die war ihm vor dem Projekt selbst unbekannt.

Von Britta Bielefeld




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